Seite 1             Seite2

München 30.10.2001

Q. Man hatte den Eindruck dass sie zu vorsichtig waren. Sie zögerten viel. Am Ende des zweiten Satzes wurde uns klar, dass sie kein Risiko eingegangen sind, warum?

AMELIE MAURESMO: Ich habe versucht einfach mein Spiel zu spielen. Das hat nicht funktioniert, auch wenn ich im zweiten Satz einige Gelegenheiten dazu gehabt habe.

Q. Im ersten Satz spielten Sie Ihr Spiel, sie waren in Bewegung und hatten eine Menge Topspin. Was war der Grund, dass sie dieses Spiel nicht im zweiten Satz fortsetzen konnten?

AMELIE MAURESMO: Gut lassen Sie uns über die wichtigsten Sachen reden. Ich hatte keine ausreichende Vorbereitung. Physikalisch war es schwer den zweiten Satz zu spielen, auf dieser Oberfläche .Sie müssen total fit sein um ihr Spiel machen zu können. Wenn ihr Spiel wie meins ist, dann besteht es aus viel Topspin. Ich hatte einen Matchball, konnte ihn aber nicht verwandeln. Sie spielte gutes Tennis und sicherte ihn sich. Ich bin sehr enttäuscht, weil ich meine Gelegenheiten im zweiten Satz hatte. Dann verliere ich meinen Aufschlag in einem sehr entscheidenden Moment. Das ist es. Schließlich konnte ich im dritten Satz nicht mehr mein Spiel spielen. Ich konnte nicht mein Spiel nicht mehr aufzwingen. Ich habe letzte Woche in Luxemburg gespielt und dachte ich hätte die bessere Vorbereitung gehabt. Aber so ist es nun mal. Jetzt liegt die Priorität darin im Fed Cup zu spielen und zu gewinnen.

Q. Es gab eine geringfügige Verletzung.

AMELIE MAURESMO: Ja, ich habe Schenkelverletzung. Es ist eine Muskelzerrung. Ich dachte, dass ich in der Lage sein würde, in München zu spielen. In der Vorbereitung für München, zog ich mir diese Zerrung zu. Aber es war heute keine körperliche Einschränkung für mich.

Q. Was ist mit ihrer Form?

AMELIE MAURESMO: Ja am Anfang war ich sehr erschöpft. Ich muss sagen ich war wirklich unten

Q. Was denken sie schließlich zum Ende dieses Jahres? Sie spielten nicht sehr viel. Benötigten Sie irgendeinen anderen Zeitplan?

AMELIE MAURESMO: Nein, wirklich nicht. Ich habe sehr viele Sachen getan dieses Jahr, die Zeit gebraucht haben. Ich habe sehr viel über mich gelernt und verstanden, z.B. über das Niveau was ich jetzt habe als Spielerin und meine Arbeit die ich tue. Es zahlte sich aus. Mir gehen viele Sachen durch den Kopf mit denen ich fertig werden muss. Am Ende diesen Jahres hatte ich diese Beinverletzung, die es sehr schwierig für mich gemacht hat. Aber über das gesamte Jahr denke ich eher positiv, schließlich war es nicht das einfachste.

Q. Glauben oder denken Sie, dass sie nach diesen Up and Downs wieder dahin zurückkehren können wo sie am Anfang des Jahres waren? Schließlich spielten sie da auf einem sehr hohen Level.

AMELIE MAURESMO: Ja Ich denke meine Vorbereitung wird extrem fest und ernst sein, möglicherweise noch intensiver als dieses Jahr. Mein Trainer Jean-Claude und ich sprechen oft über das vergangene Jahr. Wenn ich meine Arbeit gut mache, sehe ich keinen Grund warum ich nicht wieder dahin kommen sollte wo ich Anfang dieses Jahr war. Und wenn es dann gut läuft, wieso sollte ich nicht sogar noch weiter kommen?

Q. Die Saison ist noch nicht vorbei, sie können noch den FED Cup gewinnen. Sind sie dafür motiviert? Ist es ein Anreiz oder denken sie einfach, dass es eine neue Woche ist mit neuen Spielen, dass es aber schwer werden wird?

AMELIE MAURESMO: Nein. Ich denke, dass alle aus der Konkurrenz etwas müde sind - medizinisch und geistlich. Aber ich denke in so einer Mannschaft zu sein und für sein Land spielen ist toll, da gibt es keinen Grund es nicht zu tun.