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Mai
2004
Eric
Salliot (MSN Finances): Was verbinden Sie mit dem Wort Geld?
Amélie
Mauresmo: Mehr Freiheit, wahrscheinlich.
Eric
Salliot (MSN Finances): Gehen Sie eher sorglos oder sparsam mit Geld
um?
Amélie
Mauresmo: Sorglos… Ich mache mir gern eine Freude, achte also nicht
zwangsläufig sehr darauf. Aber jetzt, wo ich das Glück habe, viel Geld
zu verdienen, spare ich auch.
Eric
Salliot (MSN Finances): Was war ihr bisher größter finanzieller Coup,
also der größte Scheck, den sie je nach einem Turnier in den Händen
hielten?
Amélie
Mauresmo: Das war 1999, nach meinem Finale bei den Australian Open.
Das war eine ganz schöne Summe, ich wage nicht, sie zu sagen. Sie
werden sie sicher irgendwo finden! [damals 1 250 000 Francs]
Eric
Salliot (MSN Finances): Haben Sie schon einmal viel Geld auf einen
Schlag verloren?
Amélie
Mauresmo: Nein. Ich gehe gern ins Kasino, um Black Jack zu spielen.
Aber normalerweise setze ich nie mehr als etwa 300 Euro.
Eric
Salliot (MSN Finances): Ihre größte finanzielle Dummheit?
Amélie
Mauresmo: Ich habe mir vor einem Jahr eine Harley-Davidson gekauft.
Außerdem liebe ich Weine und versuche, meinen Weinkeller mit guten
Tropfen zu füllen. Aber für mich ist eine Dummheit etwas, was man sich
eigentlich nicht leisten kann, was einen in Gefahr bringt. Und das
habe ich noch nie getan.
Eric
Salliot (MSN Finances): Was nervt Sie jedes Mal am meisten, wenn Sie
es zahlen müssen?
Amélie
Mauresmo: Meine Handy-Rechnung! Während meiner kleiner Rede nach
meinem Sieg in Rom habe ich versucht, bei dem Hauptsponsor, einem
italienischen Telefonanbieter, eine Befreiung von meiner in Italien
angefallenen Telefonrechnung zu erreichen. Das hat die Öffentlichkeit
sehr amüsiert.
Eric
Salliot (MSN Finances): Was müsste man eigentlich unbedingt bezahlen?
Amélie
Mauresmo: Ich verstehe nicht, warum es nicht so etwas wie eine
„Weltsteuer“ gibt. Für die Einwohner der reichen Länder wäre das doch
kein Problem. Selbst wenn jeder nur ein paar Cents gibt, könnte man
schon so viele Dinge erreichen. Ich bin für diese Dinge ziemlich
sensibilisiert und außerdem die Schirmherrin von zwei Vereinigungen
zugunsten von Kindern. Jedes Jahr organisieren wir vor Roland Garros
einen karikativen Aktionstag.
Eric
Salliot (MSN Finances): Wenn Sie Milliardärin wären, was würden Sie an
Ihrem Leben ändern?
Amélie Mauresmo: Nichts, ganz im Ernst!
Ich würde weiter meinen Beruf der Tennisspielerin ausüben, der mich
begeistert. Wenn ich meine Karriere beende, werde ich mich sicher
nicht beklagen müssen. Aber es stimmt, dass ich darüber nachdenke, das
Haus meiner Träume zu bauen; mit Schwimmbad, wenn wir schon dabei
sind. Aber ich weiß noch nicht, wo. Was alles andere betrifft, so
hoffe ich, keinen Zwängen unterworfen zu sein, und mich „ausleben“ zu
können, wenn ich will.
Es ist ein Wahnsinns-Luxus, frei zu sein
…
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