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16/07/2005

Amélie schaut zurück auf Wimbledon und auf die Qualifizierung Frankreichs für das FedCup-Finale.

Q: Amélie, Du hast zum dritten Mal in Wimbledon das Halbfinale erreicht, was denkst Du über diese Leistung?

A: Ich bin wirklich zufrieden mit meinen Leistungen, denn das beweist, dass sich das Spiel, was ich über das ganze Jahr über umzusetzen versuche, gut auf Rasen funktioniert. Ich muss wirklich versuchen, auch auf den anderen Belägen noch aggressiver zu spielen und noch mehr auf meine Übergänge, um ans Netz zu gehen, zu vertrauen.

Q: Siehst Du heute Wimbledon als das Grand Slam-Turnier an, wo du die besten Chancen hast, Dich durchzusetzen ?

A: Ganz einfach, weil es auf diesem Belag einfacher ist, ans Netz zu gehen, durch die kürzeren Ballwechsel und weil der Ball nicht so unterschiedlich abspringt wie auf anderen Belägen. Man kann sagen, dass, wenn man die Regelmäßigkeit der letzten Jahre betrachtet, Wimbledon ohne Frage das Turnier ist, wo ich mich am ehesten durchsetzen kann. Aber das bleibt natürlich relativ.

Q: Rückblickend auf das FedCup-Wochenende, hast Du eine erfolgreiche Rückkehr ins Team gefeiert, allein zwei entscheidenden Punkte geholt; wie empfindest Du das?

A: Ich bin sehr zufrieden mit diesem Sieg in Aix-en-Provence. Es ist nie leicht, in so kurzer Zeit den Übergang von Rasen auf Hardcourt zu schaffen, aber wir konnten mit Mary und dem ganzen Team die Begegnung ohne den geringsten Fehltritt für uns entscheiden.

Q: Der Präsident [des französischen Tennisverbandes] Bîmes hat bekanntgegeben, dass das Finale gegen Russland auf dem Court Central von Roland Garros stattfindet. Was sagst Du zu dieser Wahl?

A: Ich bin stolz, dass wir das Finale auf Roland spielen werden! Das ist wirklich eine schöne Belohnung für das Damentennis, für all die Leute, die seit mehreren Jahren um uns sind, und die immer an das Damentennis geglaubt haben. Bis vor kurzer Zeit hätte das keiner gedacht.

Q: Amélie, wie sieht Dein Programm für die nächsten Wochen aus? Nimmst Du ein paar Tage Urlaub, bevor Deine Vorbereitung für die Sommer-Saison in den USA beginnt?

A: Ja, ich bin momentan im Urlaub, und diese Erholung tut mir wirklich gut. Ich spanne komplett aus und nehme das Training wieder am 25. Juli auf, sowie den Wettbewerb mit dem Turnier von Toronto, am 15. August.

10.07.05

AMÉLIE MAURESMO : ''EINE GROßE HERAUSFORDERUNG ERWARTET UNS''

Amélie Mauresmo hatte allen Grund, sich zu freuen. Sie hat den entscheidenden Punkt geholt und damit Frankreich ins dritte Finale in Folge befördert. Gegen Russland, auf Roland Garros, macht sie sich auf eine große Herausforderung gefasst.

Q: Amélie, endlich wird Frankreich ein Finale zuhause bestreiten...

A: Endlich, ja. Es ist klar, dass wir uns das sehr gewünscht haben. Das ist eine schöne Belohnung. Wir sind die letzten Jahre konstant auf sehr hohem Niveau. Das ist unser drittes Finale in drei Jahren! Das beweist, das Frankreich eine große Tennisnation ist und dass es speziell dem Damentennis sehr gut geht. Und vielleicht qualifizieren sich die Jungs ja nächstes Wochenende für den Daviscup... Wir bemühen uns sehr, wir engagieren uns sehr in diesen Wettbewerb... Ich hoffe, das wird eine großartige Feier.

Q: Sie sind auf Russland abonniert…

A: Das stimmt, in 2003 haben wir im Finale zwar gegen die USA gespielt, aber es fand in Moskau statt. Und letztes Jahr haben wir gegen die Russinnen verloren, auch in Moskau. Diesmal findet es bei uns statt, und wir hoffen, dass das ein Vorteil sein wird, dass das Publikum uns hilft, den Sieg zu erringen, wie in Aix-en-Provence. Hier war die Stimmung fantastisch, in toller Lage. Auch das Wetter war perfekt. Hoffentlich wird es in Paris auch so sein! Eine große Herausforderung erwartet uns. Wir werden nicht Favorit sein, denn Russland hat viele sehr gute Spielerinnen. Der Teamchef wird das meistern müssen. Aber jedes mal, wenn eine Russin im FedCup spielt, spielt sie stark. Wir werden auch über uns hinauswachsen müssen.

Q: Das Finale wird auf dem Court Philippe-Chatrier stattfinden. Glauben Sie, dass das Ereignis die 15.000 Zuschauer anlocken kann, die nötig sind, um den „Central“ zu füllen?

A: Das ist eine schöne Herauforderung, aber ich habe da keine Zweifel. Wir werden immer bekannter in Frankreich, auch abseits des Tennis. Das Finale von Mary Pierce bei Roland Garros hat für viel Rummel gesorgt. „Nat“ hat auch Aufmerksamkeit erregt, indem sie das Halbfinale in Australien erreicht hat. Und ich war im Halbfinale von Wimbledon. Wir haben einen gewissen Bekanntheitsgrad. Ich glaube, dass wir das schaffen werden.

Q: Im Team auf Roland Garros zu spielen, kann das etwas neues bei Ihnen auslösen ?

A: Das wird eine schöne Erfahrung. Ich werde unter anderen Bedingungen auf dem Platz stehen, mit einer ganzen Mannschaft, einem ganzen Team hinter mir und einem Teamchef auf dem Stuhl. Das ist gut, denn wenn die Emotionen die Oberhand gewinnen, geht der klare Blick verloren. Mit einem anderen Blickwinkel, anderen Worten, wird das eine wertvolle Hilfe sein.

Q: Die Gruppe wirkt stärker zusammengewachsen als jemals zuvor, mit der Ankunft von Mary Pierce...

A: Wir waren ja schon vorher zusammengewachsen, Ende 2003. Aber mit Mary sind wir tennis-technisch stärker, das ist klar. Wir brauchten Verstärkung und sie bringt uns diesen Vorteil. Und Mary geht vollkommen in dieser Atmosphäre des sehr starken Zusammenhalts auf. Eine Mannschaft, das sind, wie der Name schon sagt, mehrere Individuen, die für eine Gemeinschaft Siege erringen oder Vorteile bringen können. Das ist Luxus und es ist wichtig, mehrere Möglichkeiten zu haben, ein starkes Team zusammenzustellen.