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08.07.05
Amélie
Mauresmo, Halbfinalistin von Wimbledon, hatte nicht viel Zeit, um
wieder Energie zu tanken. Aber die französische Nummer eins zeigt sich
vor Beginn dieses Halbfinales bereit und zuversichtlich. Sie hofft,
Gegnerinnen ihr Spiel aufdrücken zu können, die sie respektiert, ohne
sie zu sehr zu fürchten...
Q:
Amélie, hatten Sie einen leichten Übergang von Wimbledon nach
Aix-en-Provence ?
A: Das
hat gut geklappt. Wir haben eine tolle Zeit. Man trifft sich als Team,
und es ist wahr, dass es immer sehr schön ist, sich alle gemeinsam
wiederzutreffen, die Spielerinnen und auch das Team. Alles passiert
bei guter Laune. Wir sind auch sehr motiviert für den Wettbewerb. Wir
wollen das Maximum geben und natürlich gewinnen. Zwischen Wimbledon
und Aix-en-Provence gibt es keine wirkliche Entspannung. Ich arbeite
unter Druck weiter.
Q: Sie
haben seit einem Jahr nicht mehr im französische Team gespielt. Freuen
Sie sich, wieder in diesem Team zu spielen?
A: Ich
war sehr frustriert, nicht in Österreich spielen zu können, da ich
mich kurz davor verletzt hatte. Es war ziemlich schlimm, das
Viertelfinale von der Tribüne aus verfolgen zu müssen. Daher bin ich
sehr zufrieden, wieder auf dem Platz stehen zu können und will
natürlich unbedingt Punkte für das französische Team sammeln.
Q: Sie
sind haushoher Favorit gegen Spanien…
A: Wie
so oft im FedCup, außer wenn wir gegen Russland spielen! Wir sind
jetzt häufig Favorit, aber wir haben es immer geschafft, diese Art
Matches trotzdem ernst und konzentriert anzugehen. Die ganze Woche
über haben wir im Hinterkopf behalten, dass wir unser bestes Tennis
spielen müssen, dass wir dieses spanische Team auf keinen Fall
unterschätzen dürfen, da es aus sehr guten Spielerinnen besteht.
Deshalb müssen wir sehr wachsam bleiben. Wir hoffen trotzdem, die
Begegnung dieses Wochenende schnell für uns entscheiden zu können.
Aber falls wir den Sieg mit einem fünften Match erkämpfen müssen,
werden wir auch da sein.
Q: Sie
haben sich für einen Belag entschieden, den GreenSet, der Ihnen
Vorteile bringt…
A: Ja,
aus mehreren Gründen. Erstens, weil es etwas seltsam wäre, in
Frankreich gegen Spanien auf Sand zu spielen. Außerdem fühlen wir uns
alle etwas wohler auf einem Belag, der schneller als Sand ist.
Außerdem kommen wir gerade von einem Turnier wie Wimbledon, das auf
einem sehr schnellen Belag gespielt wird. All diese Gründe
zusammengenommen haben uns dazu gebracht, den GreenSet zu wählen.
Q: Was
denken Sie über Ihre erste Gegnerin, Anabel Medina Garrigues?
A: Da
ist immer etwas Druck und Anspannung. Spanien hat dieses Wochenende
nichts zu verlieren. Wir rechnen damit, dass unsere Gegnerinnen ihr
bestes Tennis spielen, dass sie über sich hinauswachsen. Es ist an
uns, den Unterschied deutlich zu machen, unser Level und unser Ranking
zu unterstreichen. Medina Garrigues ist eine gute
Grundlinien-Spielerin, die gern etwas Zeit hat. Sie fühlt sich auf
Sand wohler, wie auch die spanische Nummer zwei. Deshalb muss ich
versuchen, sie von Beginn an zu dominieren.
Q:
Haben Sie schon an ein mögliches Finale auf Roland Garros gedacht,
gegen die USA oder Russland?
A: Das
wäre super, aber wir versuchen, nicht zu oft daran zu denken. Wir
wissen, dass diese Möglichkeit besteht, und würden uns freuen, das
Ticket fürs Finale lösen zu können. Aber es immer etwas heikel, an ein
mögliches Finale zu denken, bevor das Halbfinale überhaupt begonnen
hat. Wir müssen also auf das spanische Team fokussiert bleiben, bevor
wir weiter denken. |
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