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US Open: Interview Viertelfinale 2005
Q:
Sie hatten einen ziemlich leichten Lauf bis ins Viertelfinale, haben
keinen Satz abgegeben. Mary auch, aber sie hatte ein hartes Match
gegen Justine. Ohne Zweifel ein adrenalin-treibendes Match, auf dem
Centre Court. Denken Sie, dass Mary heute, wenn Sie so wollen, deshalb
etwas abgehärteter in das Match ging?
A:
Ja, das kann sein. Aber ich denke auch, dass sie – in habe in
französisch gesagt, versuch nicht dahin zu schauen, wo es sich nicht
lohnt hinzuschauen. Ich denke, sie hat heute einfach ein besseres
Match als ich gespielt. Sie hat einfach besser Tennis gespielt. Seit
einigen Monaten schon hat sie einen sehr guten Schlag, wie wir wissen,
und sie bewegt sich besser und besser und serviert auch sehr gut. Und
da waren vielleicht ein paar Dinge hier und da, die ich hätte besser
machen können. Ich habe nicht mein bestes Match bei diesem Turnier
gespielt, das ist sicher, aber auch deshalb, weil sie mich stark unter
Druck gesetzt hat, nicht nur bei ihren Aufschlagspielen, sondern auch
beim Returnspiel. Also alle Achtung für sie, denke ich.
Q:
Sie haben in den vergangenen fünf oder sechs Jahren einige Male gegen
sie gespielt. Vieles wurde geschrieben über ihre wiedererlangte
Fitness, eine Menge verbrachte Zeit im Fitnessraum. Denken Sie, dass
sie jetzt mit 30 bei diesem Turnier vielleicht mit das beste Tennis
ihrer Karriere spielt?
A:
Das würde ich sagen. Ich weiß, das würde eine Menge Leute sagen, die
sie schon gekannt haben, als sie auf ihrem besten Level war, bevor sie
in der Weltrangliste etwas nach unten rutschte. Ich meine, als sie ’95
die Australien Open gewonnen hat. Ich kannte sie da noch nicht, aber
das sagen viele Leute. Ich kenne sie jetzt seit zwei, drei Jahren und
denke, ja, in diesem Zeitraum ist das jetzt zweifellos das beste
Tennis, das sie je gespielt hat.
Q:
Wirkt sie jetzt stärker als noch eher in diesem Jahr?
A:
Ja, das ist kein Vergleich. Sie hat jetzt auch das Selbstvertrauen,
ein großer, wichtiger Faktor in ihrem Spiel. Sie geht in jeden Ball.
Wenn man die Sicherheit nicht hat, macht es das etwas schwieriger. Ja,
sie hat sich stark verbessert. Wie Sie sagten, hat sie hart
gearbeitet, im Fitnessraum und auch auf dem Platz. Das kann man sehen.
Q:
Sie haben so gut gespielt, sind ans Netz gegangen. Ist das eine
bittere Pille?
A:
Das ist enttäuschend, natürlich. Man will nie ein Turnier so beenden,
mit einer klaren Zweisatz-Niederlage. Aber so ist es halt. Alles was
ich tun kann, ist zurück an die Arbeit zu gehen und die paar Dinge
verbessern, die heute nicht funktioniert haben, weiter am Aufschlag
arbeiten, auch am Return, und versuchen, öfter ans Netz zu gehen. Ich
glaube, ich habe heute nicht alle Chancen genutzt, das ist schon etwas
frustrierend.
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