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US Open: Interview 8. Tag 2005

Q: Ihr Spiel läuft wirklich gut zusammen. Sie waren schon so viele Male so weit bei einen Grand Slam. Braucht es noch irgendetwas anderes für Sie, um es endlich noch einige Runden weiter zu schaffen?

A: Wir werden sehen. Ich versuche einfach, jeden Mal, wenn ich eine Enttäuschung in einem Grand Slam erlebt habe, darüber nachzudenken, was ich richtig, was ich falsch gemacht habe und was ich das nächste Mal besser machen könnte. Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich immer besser werde, auch wenn es bis jetzt noch nicht bis zum letzten gereicht hat. Ich gehe das bei den US Open dieses Jahr einfach sehr relaxt an, genauso wie in Wimbledon, denke ich. Ich versuche einfach, diesen Rhythmus aufrechtzuerhalten. Ich fühle mich gut. Wie Sie sagten, läuft mein Spiel in den letzten Wochen sehr gut zusammen. Versuche, mich einfach darauf zu konzentrieren.

Q: Wollen Sie sich das Match heute Nacht ansehen oder warten Sie nur auf das Ergebnis?

A: Nein, ich werde mal reinschauen. Vielleicht nicht das gesamte Match, aber auf jeden Fall einen Teil des Matches werde ich mir ansehen. Man kann immer noch Dinge hier und da lernen, die man vielleicht noch nicht gesehen, bemerkt hat. Also, ja, ich werde reinschauen.

Q: Sie haben diese Spielerinnen schon so oft gesehen.

A: Ich weiß.

Q: Ist es ungewöhnlich, dass Sie beim Zuschauen etwas bemerken, was Sie noch nicht wussten? Wie oft kommt das vor?

A: Nicht sehr häufig. Meistens ist es nur eine Bestätigung dessen, was man schon weiß. Einfach sichergehen, dass das, was man kennt, noch da ist. Manchmal verändert eine Spielerin etwas hier und da. Also einfach schauen, was neu sein könnte.

Q: Eine Menge Laute glauben, dass Sie, eine der besten Spielerinnen, nie einen Grand Slam gewinnen werden. Wird es mit den Jahren schwerer, diese Last zu tragen?

A: Nein, weil ich, wie ich schon gesagt habe, diese Turniere jetzt viel relaxter als früher angehe. Früher habe ich mir selbst sehr viel Druck auferlegt. Das ist jetzt besser, da ich mich als Tennisspielerin immer noch weiterentwickle. Ja, ich denke, das ist jetzt viel besser. Auf jeden Fall etwas einfacher.

Q: Kein Druck mit den Jahren?

A: Also, nicht für mich, weil ich denke, dass ich immer noch besser werde. Das ist für mich die Hauptsache. Wenn ich das Gefühl hätte, dass es abwärts geht oder so, würde ich das vielleicht anders empfinden.

Q: Arbeiten Sie noch mit Yannick zusammen?

A: Nein.

Q: Wann hat das aufgehört?

A: Oh, er hat einen anderen Job (lächelt). Er war für ein paar Monate mit auf der Tour. Er konnte nicht viel tun.

Q: Wie lange haben Sie zusammengearbeitet?

A: Ich meine, wir haben ja nicht tagtäglich zusammengearbeitet. Wir waren einige Monate lang in Kontakt. Wir sind immer noch manchmal in Kontakt, aber aus anderen Gründen. Es war eine gute Sache. So kurzfristig hat es sich nicht ausgezahlt, aber jetzt denke ich, dass es eine gute Sache war.

Q: Warum?

A: Also, diese Dinge, die er mir erzählt hat und die ich jetzt hier und da mehr nutze, technische, mentale, und taktische Aspekte. Das ist gut.

Q: Was hat Ihnen Yannick zum Mentalen gesagt?

A: Nichts ganz spezielles. Einfach, wie man manchmal an einem bestimmten Punkt denken sollte. Aber es war interessant.

Q: Justine and Mary, zwei unterschiedliche Spielerinnen, gibt es einen Spieltyp, gegen den Sie lieber spielen?

A: Nein, nicht wirklich. Ich denke, dass sie beide den Ball sehr hart schlagen. Mary, wie Sie schon sagten, schlägt den Ball vielleicht noch etwas härter, bewegt sich aber vielleicht ein wenig langsamer, auch wenn sie sich diesbezüglich in den Monaten sehr verbessert hat. Ich denke, im Großen und Ganzen werden wir vielleicht ein Match mit ganz ähnlichen Spielstilen sehen.

Q: In der nächsten Runde spielen zwei Amerikaner gegeneinander. Die Möglichkeit, gegen eine andere Französin zu spielen, auch wenn es nicht in Frankreich ist, macht es das Match noch interessanter?

A: Also, wir haben ja dieses Jahr schon gegeneinander gespielt, Mary und ich. Ich hatte bei den Matches das Gefühl, dass der emotionale Teil sich nicht wirklich auf das Ergebnis auswirkt. Das denke ich. Ich bin mir sicher, dass Mary wahrscheinlich dasselbe sagen würde. Ich sehe das also als gute Sache für das Damentennis, vor allem mit dem bevorstehenden FedCup. Es wäre großartig.

Q: Wenn Sie hier gewinnen würden, wäre das mehr ein Gefühl der Freude oder Erleichterung?

A: Wir werden sehen. Darüber werde ich reden, wenn es soweit ist.