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US-Open: Interview 1. Runde (30.08.2005)
Q:
Wie fühlen Sie sich allgemein in Bezug auf Ihr Spiel, so nach New
Haven?
A:
Ich fühle mich gut. Ich denke, die Bedingungen sind hier etwas anders.
Ich denke die Courts sind etwas schneller. Das war mein erster
Eindruck. Ein bisschen schneller. Da sind noch ein paar Dinge zu
verbessern hier und da, wahrscheinlich v.a. die Fußarbeit. Nein, aber
sonst fühle ich mich einfach gut. Ziemlich solide, konsequent in
meinem Match heute. Wirklich eine gute Art, dieses Turnier zu
beginnen.
Q:
Was sagen Sie zu Ihrem Aufschlag und Returnspiel?
A:
Ich denke da ist noch ein bisschen was zu verbessern. Beim Match heute
hat sie Serve-and-Volley gespielt. Das macht den Return – man schlägt
den Ball etwas anders, wenn man solch eine Spielerin vor sich hat. Da
musste ich mich etwas anpassen, denn man sieht eine Spielerin nicht
oft so spielen. Ja, daran musste ich mich anpassen. Und ich glaube,
mein Aufschlag war heute ziemlich effektiv, ziemlich gut, v.a. wenn
ich danach ans Netz gegangen bin, war ich denke ich ziemlich stark.
Q:
Nach New Haven, fühlen Sie sich gut in Bezug auf Ihr Spiel?
A:
Ja, ich denke, das war eine gute Vorbereitung. Habe einige gute
Matches in Toronto gespielt. Dann in New Haven letzte Woche habe ich
auch einige große Matches gespielt, mit tollem Spiel. Ich dachte, wenn
ich das weiter tun kann, aggressiv spielen, ans Netz gehen, und
einfach mein Spiel spielen… ich fühle mich gut dabei. Also werde ich
versuchen, weiter so zu spielen.
Q:
Sie haben nach Wimbledon eine ziemlich lange Auszeit genommen. War das
schon bei der Turnierplanung Anfang des Jahres vorgesehen?
A:
Ja.
Q:
Oder haben Sie beschlossen, dass Sie eine Pause brauchen?
A:
Nein, das war geplant. Wir dachten – das tue ich jedes Jahr, außer
letztes Jahr wegen den Olympischen Spielen. Nach dem FedCup mache ich
immer eine kleine Pause. Da war Wimbledon, und die Woche danach FedCup.
Danach habe ich eine kleine Auszeit genommen, um wieder mit neuen
Kräften zurückkommen zu können, nicht nur physisch, sondern auch
mental. Nach sechs Monaten fast ununterbrochen Tennis-Spielen war es
denke ich wichtig für mich, diese Pause zu machen, mich ein bisschen
zu erholen.
Q:
Hatten Sie drei Wochen Pause?
A:
Ich hatte zwei Wochen Pause und dann drei Wochen Vorbereitung, also
Training.
Toronto: Interview Halbfinale (20.08.2005)
Q: Es
stand 1-1 im dritten Satz. Es sah so aus, als würde es eine lange
Nacht werden. Es sah so aus, als würde es nun hin und her gehen.
Können Sie uns sagen, was passiert ist?
A:
Ich denke, im zweiten Satz hatte ich das Gefühl, dass sie physisch
schwächer wird und dass ich im dritten Satz davon profitieren könnte.
Aber das Gegenteil war der Fall. Sie kam ziemlich stark zurück, konnte
wieder bei jedem Punkt richtig Druck auf mich ausüben. Und dann hatte
ich das Gefühl, physisch etwas erschöpft zu sein, im Dritten. Also,
ich denke, dass war wahrscheinlich entscheidend heute. Auch der
Aufschlag war ein Knackpunkt während des gesamten Matches, glaube ich.
Ich bin mir sicher, dass, wenn man sich die Stats anschaut, der
Prozentsatz erster Aufschläge sehr wichtig war. Ich denke, im zweiten
Satz, den ich gewonnen habe, konnte ich einige mehr ins Feld bringen,
und nicht genügend im ersten, und auch nicht genügend im dritten Satz.
Also, ja, ein paar Dinge hier und da, die dann den Unterschied gemacht
haben. So ist das eben. Ich denke, ich muss bis zu den US Open noch an
ein paar Dingen arbeiten und auch physisch noch etwas stärker werden,
weil ich auch gestern ein hartes Match hatte und vielleicht nicht
genügend erholt war. Ja, auch ein paar positive Dinge, aber nicht
genug – nicht genug.
Q: Im
dritten Spiel gab es einen Ausruf, der Ihnen definitiv nicht gefallen
hat. Hat sie das noch im weiteren Verlauf des Matches beschäftigt?
A:
Nun, es ist nie angenehm, wenn man das Gefühl hat, dass es nicht
richtig läuft. Aber ich habe nicht gedacht, dass das im dritten Satz
entscheidend war.
Q:
Wie enttäuschend ist das, hier nicht ins Finale zu kommen? Ich weiß,
dass Sie sich hauptsächlich auf die US Open konzentrieren.
A:
Man will natürlich das Turnier gewinnen, das man spielt. Das gilt für
jeden Spieler. Wie wir gesehen haben, fighten wir da draußen, sei es
nun Justine, ich selbst, Kim oder Anastasia. Ich habe auch das andere
Match heute gesehen. Das ist immer enttäuschend. Wie ich schon sagte,
müssen wir im Hinterkopf behalten, dass das auch Vorbereitung ist, um
für die US Open besser zu werden. So, mit dieser Einstellung, muss ich
raus auf den Platz gehen.
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