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19/05/05 Ich fühle mich sehr gut!“

Q: Amélie, lass uns noch einmal auf deinen Sieg in Rom vergangene Woche zurückschauen. Wenn man die Bilder sieht, wie du nach dem Match den Boden küsst, könnte man denken, dass dieser Titel eine besondere Bedeutung für dich hat.

A: Es stimmt, dass dieser Sieg einen besonderen Geschmack hat. Ich bin mit einer gewissen Unzufriedenheit über meine Leistung beim Turnier in Berlin nach Rom gekommen. Rom gewonnen zu haben, ist daher für die folgenden Turniere von großer Bedeutung; ich konnte mein Tennis über das gesamte Turnier hinweg, von Match zu Match, verbessern. Ich habe es dank eines großen Siegeswillens geschafft, trotz sehr schwierigen Beginns mir den Sieg beim Finale zu erarbeiten. Das sind sehr positive Emotionen. Außerdem ist Rom ein Turnier, das ich ganz besonders schätze und all diese Faktoren zusammengenommen machen den Sieg in meinen Augen noch schöner.

Q: Jetzt ist es offiziell – du wechselst den Kleidungssponsor nach langjähriger Zusammenarbeit mit Nike. Kannst du uns die Gründe für den Wechsel erläutern?

A: Der Sponsorwechsel ist auch eine wichtige Sache für mich. Ich wechsele zu etwas Neuem mit Leuten, die wirklich hinter mir stehen, um der Marke (Reebok) mein Image hinzuzufügen. Ich werde in Kürze meine eigene Kleidung haben; das ist eine sehr aufregende Sache zu wissen, auf Court individuelle Kleidung tragen zu können.

Q: Montag beginnt Roland Garros. Wie fühlst du dich so kurz vor diesem „Ereignis“?

A: Ich fühle mich gut. Ich trainiere gut, mit meiner Physis läuft es bestens. Rom war auch eine sehr gute Gelegenheit, mich einzuschätzen, und eine Gesamtheit von Faktoren harter Matches zu ermitteln, in denen ich mich physisch wirklich stark gefühlt habe. Das erlaubt mir jetzt, RG unter besten Voraussetzungen anzugehen.

Q: Amélie, es wird viel über Yannick Noah und ihre Zusammenarbeit geredet. Wie wird das bei RG ablaufen? Wie werden sie zusammenarbeiten?

A: Wie ich schon mal gesagt habe, ändere ich nichts an meiner üblichen Planung. In letzter Zeit hört man viel mehr oder weniger wahre Dinge darüber. Mein „Mitarbeiterstab“ ist gut organisiert, das ist etwas sehr stabiles und für mich von äußerster Wichtigkeit. Loïc wird wie bisher am Court bei mir sein. Yannick bedeutet wirklich ein plus für mich, unsere Arbeitsbeziehung beruht auf Kommunikation, auf Gedankenaustausch, durch den ich von der außerordentlichen Erfahrung profitieren kann, über die Yan aufgrund seiner Siege verfügt. Vielleicht werde ich mit solchen Momenten auch umgehen müssen.

Q: Dieses Jahr erwarten viele einen französischen Sieg – vor allem bei den Damen. Die Blicke richten sich auf dich, fühlst du deshalb zusätzlichen Druck?

A: Es ist normal, dass die Leute viel von mir erwarten, sie glauben an meine Chancen und das benutze ich wie ein Motor. Ich kann Ihnen sagen, dass ich keinen besonderen Druck verspüre, weil ich heute weiß, was ich zu erreichen in der Lage bin. Ich gehe mit großem Selbstvertrauen auf den Platz, auch wenn klar ist, dass beim Betreten des Central auch ein bisschen Emotion und Freude dabei sein wird.