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15/11/2005
Amélie schaut auf die Zeit nach dem Match zurück und verrät uns ihr
Programm für die nächsten Wochen…
Q:
Amélie, wie fühlst du dich heute, zwei Tage nach diesem für das
französische Damentennis historischen Sieg?
A:
Ich bin glücklich, aber wirklich sehr müde. Montag früh ging es noch,
ich bin im Verhältnis zu meiner Zubettgehzeit ziemlich früh
aufgestanden. Ich habe mein Hotel verlassen, um zu einem nahegelegenen
Studio zu fahren, zu einem Termin mit dem Fernseh-Journal von France
2. Das Programm danach war ziemlich vollgepackt, Fotosessions mit der
Trophäe und dann eine mit meinem Ausstatter. Der Tag war sehr lang und
die Müdigkeit hat mich schnell wiedereingeholt. Aber ich kann mich
nicht beklagen, all das ist eine große Freude. Ich genieße das
richtig.
Q: Es
ist bekannt, dass deine Entourage für dich sehr wichtig ist. Wie hat
sie diesen Sieg erlebt?
A:
Man müsste sie fragen, aber da ich sie kenne, denke ich, dass sie das
sehr emotional erlebt haben und dass sie sich wirklich sehr für mich
freuen. Ich konnte meinen Sieg mit denen in meiner Nähe hier in Los
Angeles feiern, aber nach meiner Rückkehr werde ich das mit den
anderen in aller Stille wiederholen.
Q:
Sehr viele Franzosen sind bis spät in die Nacht wach geblieben, um
deine Glanzleistungen zu verfolgen. Man fühlt eine echte Gemeinschaft
mit den Fans, was denkst du über die Zuneigung, die die Leute dir
entgegenbringen?
A: Es
berührt mich natürlich sehr, zu fühlen, dass das Publikum hinter mir
steht, wenn ich gewinne, aber auch in den schwierigeren Momenten. Ich
glaube, dass ich ehrlich bin in allem, was ich seit Beginn meiner
Karriere tue und zweifellos fühlen die Leute, dass in meinen
Entscheidungen, meiner Art nichts Unaufrichtiges liegt…
Q: Du
wirst einige Tage Urlaub nehmen. Hast du schon das Programm für die
nächsten Wochen und vielleicht die Wiederaufnahme des Trainings
geplant?
A:
Zuerst werde ich für 15 Tage in den Urlaub fahren und von der wie
immer sehr intensiven Saison ausspannen. Dieses Jahr spüre ich stärker
als je zuvor, dass die Erholung nötig ist. Ich habe in den zwei
letzten Wochen wirklich alles gegeben, um die Saison sehr stark zu
beenden, und muss jetzt etwas Zeit für mich nehmen, denn es wird alles
sehr schnell wieder losgehen. Sollte ich die Ferien nicht voll und
ganz ausnutzen, könnte ich nächste Saison teuer dafür bezahlen. Nach
meiner Rückkehr werde ich etwas Zeit bei mir in Genf verbringen, wo
ich gerade eine neue Wohnung einrichte, und wenn ich die Feiertage
dort verbringen will, muss das alles vorangetrieben werden. Wie jedes
Jahr ist eine physische Vorbereitung in Alpes d’Huez vorgesehen, wo
wir unglaublich gut aufgenommen werden. Dort werde ich also das Team
wieder treffen und mich gut vorbereiten, was wesentlich ist, um das
ganze Jahr über durchzuhalten.
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