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02/11/2005
Einige Tage vor den Masters in Los Angeles spricht Amélie über ihren
Saisonabschluss…
Q:
Amélie, wie fühlst Du Dich so kurz vor den Masters von Los Angeles?
A:
Viel besser als in den vergangenen Wochen, als ich mich sehr erschöpft
gefühlt habe; die Lust zu spielen war zwar da, aber alles andere
nicht. Ich brauchte einige Tage Pause, um die Akkus wieder aufzuladen.
Als ich mich wieder besser gefühlt habe, habe ich beschlossen, in
Philadelphia zu anzutreten, um einige Matches vor den Masters zu
spielen.
Q:
Hast Du all die Energie und Motivation wieder gefunden, die Dir
während der letzten Turniere gefehlt haben?
A:
Die Energie ist wieder da und die Motivation war niemals weg. Ich habe
das Maximum gegeben, aber angesichts der Erschöpfung hatte ich
wirklich nicht mehr die Mittel, um mich mit wem auch immer messen zu
können.
Q:
Deine letzte Station dieser Saison ist das Masters. Rechnest Du Dir
Siegeschancen aus, angesichts deiner momentanen physischen und
moralischen Erschöpfung?
A:
Erst einmal heißt es die Siegesstraße wieder zu finden und das gute
Spielgefühl, das ich die ganze Saison über hatte. Ich denke, dass mit
der wieder gewonnenen physischen Frische alles einfacher werden wird.
Um beim Masters eine Siegeschance zu haben, muss man große Matches
spielen, wir alle wollen ja dieses letzte Turnier gewinnen! Wie man
bei den letzten Turnieren gesehen hat, gibt es nicht wenige erschöpfte
Spielerinnen, da gilt es, das beste aus seinen Möglichkeiten zu
machen.
Q:
Denkst Du, dass beim Masters Dein 4. Weltranglistenplatz und vor allem
Dein Rang als französische Nummer 1 wieder deutlich werden könnte?
A:
Das Wichtigste für mich ist, bei den beiden Turnieren Ende des Jahres
Spaß zu haben und weiter an meinem Spiel zu arbeiten. Davon abgesehen
weiß ich, dass ich Großes leisten kann, und der Rest wird folgen. Ich
will mir nicht den Kopf über die Rangliste zerbrechen.
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