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Masters-Sieg 2005

Q: Wie fühlen Sie sich nach diesem tollen Finale?

A: "Das ist ein starkes Gefühl. Durch das Match und die ganze Woche gefällt mir das noch mehr. Neben dem großen Titel fand ich auch die Art toll, wie ich das Match bestritten habe. Das war auf großartigem Niveau. Ich glaube, dass war eines der besten Damen-Matches dieses Jahr. Sehr intensiv. Wenn eine nachgelassen hat, ist die andere wieder rangekommen. Wir waren beide nahe dran. Es gab viele Wendungen. Ich dachte, dass sie Anfang des dritten Satzes physisch nachlassen würde, aber sie ist noch einmal zurückgekommen. Ich glaube, dass wir beide vor dem Match müde waren. Wir wollten nicht darüber sprechen, um der anderen keine Informationen zu geben, aber offen gesagt, waren wir beide davon betroffen“.

Q: Es lässt sich annehmen, dass dieser Titel wichtig ist?

A: "Das ist ein großer Schritt. Ich weiß nicht, wohin mich das führen wird, aber eine große Hürde ist genommen. Ich habe das schon seit einiger Zeit erwartet. Während einer Karriere gibt es Momente, in denen man nicht mehr daran glaubt und viele andere, wo man es positiv sieht. Und dieser Titel kommt in einem Moment, wo ich ihn nicht gerade erwartet habe. Ich hatte viele Rückschläge 2005 und im Oktober zwei Enttäuschungen erlebt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gegen fünf der besten Spielerinnen der Welt spielen könnte. Das ist eine große Auszeichnung, diese Trophäe in den Händen halten zu können".

Q: Ist dies das beste Jahr Ihrer Karriere?

A: "2004 war ein großartiges Jahr, voller Konstanz. 2005 hatte ich einen schwierigen Start, danach Höhen und Tiefen. Der zweite Teil der Saison war erfolgreicher. Und ich bin mit Siegen in Philadelphia und hier (Los Angeles) zurückgekommen. Dennoch bleibt das Jahr 2004 das beste meiner Karriere“.

15/11/2005

Amélie schaut auf die Zeit nach dem Match zurück und verrät uns ihr Programm für die nächsten Wochen…

Q: Amélie, wie fühlst du dich heute, zwei Tage nach diesem für das französische Damentennis historischen Sieg?

A: Ich bin glücklich, aber wirklich sehr müde. Montag früh ging es noch, ich bin im Verhältnis zu meiner Zubettgehzeit ziemlich früh aufgestanden. Ich habe mein Hotel verlassen, um zu einem nahegelegenen Studio zu fahren, zu einem Termin mit dem Fernseh-Journal von France 2. Das Programm danach war ziemlich vollgepackt, Fotosessions mit der Trophäe und dann eine mit meinem Ausstatter. Der Tag war sehr lang und die Müdigkeit hat mich schnell wiedereingeholt. Aber ich kann mich nicht beklagen, all das ist eine große Freude. Ich genieße das richtig.

Q: Es ist bekannt, dass deine Entourage für dich sehr wichtig ist. Wie hat sie diesen Sieg erlebt?

A: Man müsste sie fragen, aber da ich sie kenne, denke ich, dass sie das sehr emotional erlebt haben und dass sie sich wirklich sehr für mich freuen. Ich konnte meinen Sieg mit denen in meiner Nähe hier in Los Angeles feiern, aber nach meiner Rückkehr werde ich das mit den anderen in aller Stille wiederholen.

Q: Sehr viele Franzosen sind bis spät in die Nacht wach geblieben, um deine Glanzleistungen zu verfolgen. Man fühlt eine echte Gemeinschaft mit den Fans, was denkst du über die Zuneigung, die die Leute dir entgegenbringen?

A: Es berührt mich natürlich sehr, zu fühlen, dass das Publikum hinter mir steht, wenn ich gewinne, aber auch in den schwierigeren Momenten. Ich glaube, dass ich ehrlich bin in allem, was ich seit Beginn meiner Karriere tue und zweifellos fühlen die Leute, dass in meinen Entscheidungen, meiner Art nichts Unaufrichtiges liegt…

Q: Du wirst einige Tage Urlaub nehmen. Hast du schon das Programm für die nächsten Wochen und vielleicht die Wiederaufnahme des Trainings geplant?

A: Zuerst werde ich für 15 Tage in den Urlaub fahren und von der wie immer sehr intensiven Saison ausspannen. Dieses Jahr spüre ich stärker als je zuvor, dass die Erholung nötig ist. Ich habe in den zwei letzten Wochen wirklich alles gegeben, um die Saison sehr stark zu beenden, und muss jetzt etwas Zeit für mich nehmen, denn es wird alles sehr schnell wieder losgehen. Sollte ich die Ferien nicht voll und ganz ausnutzen, könnte ich nächste Saison teuer dafür bezahlen. Nach meiner Rückkehr werde ich etwas Zeit bei mir in Genf verbringen, wo ich gerade eine neue Wohnung einrichte, und wenn ich die Feiertage dort verbringen will, muss das alles vorangetrieben werden. Wie jedes Jahr ist eine physische Vorbereitung in Alpes d’Huez vorgesehen, wo wir unglaublich gut aufgenommen werden. Dort werde ich also das Team wieder treffen und mich gut vorbereiten, was wesentlich ist, um das ganze Jahr über durchzuhalten.