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June 28, 2005 (Wimbledon)

Q: Nur noch ein Match?

A: Noch eins?

Q: Halbfinale und dann...

A: Ah, vielleicht dieses Jahr einen Schritt weiter gehen. Bin ja schon die letzten beiden Male hier ins Halbfinale gekommen. Bin ziemlich glücklich damit, wie ich heute gespielt habe. Ich glaube, ich war – ich habe jede Möglichkeit genutzt, die sie mir gegeben hat, sehr aggressiv. Ja, wir werden sehen, wie es jetzt weitergeht.

Q: Sie schienen heute mehr in Ihrem Rhythmus zu sein.

A: Viel mehr.

Q: Von Anfang an.

A: Viel mehr gleich von Beginn an. Nicht nur bei eigenem Service, auch beim Returnspiel war ich sehr aggressiv. Ich wusste, dass sich mir vor allem bei ihrem zweiten Aufschlag Möglichkeiten bieten würden. Ich wollte sie vom ersten Spiel an unter Druck setzen, sie zu so viele Schlägen zu zwingen wie ich konnte, v.a. Passierschläge. Ja, habe mich viel wohler auf dem Court gefühlt, viel mehr in meinem Rhythmus, und das Spiel wirklich genossen.

Q: Sie waren am Anfang ziemlich erfolgreich von der Grundlinie.

A: Das auch, ja. Ich glaube, ich habe das gut gemischt. So, wie die Courts sind, muss man beides können, ans Netz gehen und von der Grundlinie spielen. Manchmal ist es schwierig, ans Netz zu gehen. Man muss wirklich den richtigen Ball wählen. Ja, ich bin damit sehr zufrieden, dass ich genau die richtigen gewählt habe, um ans Netz zu laufen, das war gut.

Q: Sie haben die Halbfinals erwähnt, die sie hier schon gespielt haben. Gab es etwas, was sie an ihrem Spiel verbessern wollten, um über das Halbfinale hinauskommen zu können?

A: Nun, letztes Jahr war ich ja ziemlich nahe dran. Ich fand mein Spiel ziemlich konsequent letztes Jahr. Ein bisschen so, wie ich heute gespielt habe, sehr aggressiv, viel am Netz, war sehr nahe dran, Serena im Halbfinale zu schlagen. Ich glaube, bei einigen Punkten könnte ich wirklich den Unterschied machen, dort muss ich hundertprozentig da sein und diese Möglichkeiten nutzen. Weil es letztes Jahr zwei oder drei Schlüsselmomente gab, wo ich den Druck etwas verringert habe, das hat dann wahrscheinlich den Unterschied gemacht. Wir werden sehen, wie es dieses Jahr läuft.

Q: Falls Lindsay Davenport ihre nächste Gegnerin ist, gegen sie haben Sie keine gute Bilanz. Ziemlich einseitig. Was ist die besondere Herausforderung, gegen sie zu spielen, und das hier auf Rasen?

A: Nun, sie schlägt seit Beginn des Turniers ziemlich gut auf und returniert auch ziemlich aggressiv. Auch spielt sie nicht gerade die Art Spiel, die ich spiele. Wir werden vielleicht sehen, wie sie darauf reagiert. Aber ich habe etwas von dem Match gestern gegen Kim gesehen, und sie war ziemlich beeindruckend von der Grundlinie. Das wird ein hartes Match. Je weiter es geht, umso schwieriger wird es zu gewinnen. Aber es ist eine große Herausforderung und wir werden sehen, wie es läuft. Aber es ist noch nicht vorbei. Vielleicht kann ihr Svetlana das Leben ein bisschen schwer machen.

Q: Als Sie gegen Lindsay gespielt haben, was war für sie der Unterschied, gegen Sie zu spielen?

A: Sie hat jedes Mal ziemlich gut serviert. Ich denke, sie hat einen gewaltigen Aufschlag. Wenn sie da in ihrem Rhythmus ist, ist sie schwer zu schlagen, v.a. auf schnellen Plätzen und auf Hartplätzen und sogar auf Rasen.

Q: Also wie wollen sie vorgehen, wenn sie gut serviert?

A: So nach dem Prinzip nichts zu verlieren. Einfach auf mein Spiel konzentrieren. Das will ich tun. Denn ich glaube, wenn ich wirklich mein Spiel spielen kann, ist es sehr effektiv, unabhängig von der Spielerin auf der anderen Seite des Netzes, und passe es dann noch etwas an ihr Spiel an. Aber hauptsächlich auf das konzentrieren, was ich zu tun habe.

Q: Könnte Kuznetsova sein.

A: Könnte auch Kuznetsova sein.

Q: Sie spielen heute noch Doppel mit ihr.

A: Ja.

Q: Falls sie gewinnt, welche Unterhaltung werden Sie haben?

A: Es macht Spaß. Wir haben viel Spaß dabei, gemeinsam Doppel zu spielen. Es funktioniert gut bis jetzt. Hoffentlich geht es so weiter. Sie hat ja letztes Jahr die US Open gewonnen und seitdem gut gespielt. Sehr sehr aggressive und sehr talentierte Spielerin. Ich glaube kaum, dass es eine Rolle spielt, dass wir Doppel zusammen spielen. Es ist OK.

Q: Was werden Sie nun tun, um bis zum nächsten Match zu entspannen?

A: Ich spiele später noch Doppel, dann etwas Erholung und morgen vielleicht wieder Doppel. Wenn nicht, werde ich trainieren und auf das Match am Donnerstag warten.

Q: Am anderen Ende des Draws hatte Maria heute wieder ein starkes Match.

A: Ja. Ich habe es nicht gesehen, aber…

Q: Was denken Sie über ihre Leistung im vergangenen Jahr? Was hat Sie am meisten beeindruckt?

A: Ich denke, seit sie hier letztes Jahr gewonnen hat, spielt sie tolles Tennis, sehr aggressiv, mit großem Kampfgeist. Sie hat sich sehr verbessert, ihre Bilanz für das Jahr nach Wimbledon ist ziemlich beeindruckend. Sie spielt gut. Sie ist eine toughe Spielerin, tolle Spielerin.

Q: Sie haben hier letztes Jahr ein sehr enges Match gegen Serena verloren.

A: Ja.

Q: Erinnern Sie sich, was Sie über das Finale Maria gegen Serena gedacht haben? Dachten Sie, dass Maria eine Chance hat?

A: Ich weiß nicht mehr wirklich, was ich gedacht habe. Es hat mich nicht mehr wirklich interessiert, was im Finale passiert, da ich etwas enttäuscht über mein Halbfinale war. Aber, doch, ich erinnere mich, dass ich gesagt habe, dass Serena die letzten glaube ich vier oder fünf Finals gegen ihre Schwester gespielt hat. Also habe ich gesagt, dass könnte einen Unterschied machen bei diesem Finale, denn es ist eine andere Geschichte, wenn sie nicht gegen Venus spielt.