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June 22, 2005 (Wimbledon)
Q:
Wir haben Sie in Eastbourne letzte Woche gesehen und heute, das war
ein großer Unterschied.
A:
Ja, das haben Sie bemerkt? (lacht) Ja, ich fühle mich offensichtlich
viel besser, jetzt, da der Rhythmus da ist. Es war trotzdem gut mich,
nach Eastbourne zu gehen, weil ich die Übung auf Rasen brauchte, da
das ein sehr spezieller Belag ist und ganz anders als das, auf dem wir
das übrige Jahr über spielen. Also, ich denke immer noch, dass es eine
gute Idee war, dort hinzugehen, auch wenn ich kein gutes Match
gespielt habe. Aber nach der Niederlage habe ich in den letzten Tagen
weiter gearbeitet und hatte eine ziemlich gute erste Runde und eine
sehr gute zweite Runde.
Q:
Können Sie sich erinnern, jemals besser auf Rasen gespielt zu haben?
A:
Das wäre schwierig. Ja, das wäre schwierig, weil ich gefühlt habe,
dass alles sehr gut lief – nicht nur meine Aufschlagspiele, auch habe
ich gut returniert. Ja, hoffentlich geht es so weiter.
Q:
Haben Sie schon mal einen Dropshot als Antwort auf einen ersten
Aufschlag probiert?
A:
War es der erste oder zweite Aufschlag?
Q:
Erster Aufschlag.
A:
Erster Aufschlag, das glaube ich nicht (lächelt). Nein, ich habe mich
auf dem Platz einfach toll gefühlt. Habe das Match sehr gut
kontrolliert. Es ist auch einfacher, wenn man vorn liegt, dann
probiert man etwas anderes. Wenn man das Break hat, ist es etwas
einfacher.
Q:
Sie haben bei ihren Aufschlagspielen nur vier Punkte abgegeben.
A: Im
ersten Satz?
Q: Im
gesamten Match.
A: Im
gesamten Match? Das ist ziemlich gut (lacht). Das wusste ich nicht.
Ich habe gerade erst die Statistiken erhalten. Also, das ist gut. Ich
habe sehr gut serviert, bin dann ins Feld gelaufen, besonders nach dem
ersten Aufschlag, war aber auch sehr effektiv beim zweiten Aufschlag.
Aber, noch mal, sehr tolles Match. Sehr gutes Match. Da gibt es
eigentlich nicht so viel zu sagen. Ich hoffe einfach, dass es so
weitergeht und dass ich mich weiterhin so gut auf dem Platz fühle.
Q:
Sie waren wieder sehr effektiv am Netz.
A:
Yep.
Q:
Denken Sie, dass das das Mittel ist, dass Sie benötigen?
A:
Das denke ich, vor allem auf Rasen. Das habe ich auch letztes Jahr und
vor ein paar Jahren getan, als ich die Semis erreicht habe. Ich denke,
das ist wichtig. Obwohl der Rasen ziemlich langsam ist, ist es doch
effektiv, an Netz zu gehen, um Druck auf die Gegnerin ausüben zu
können. Und wenn man gut serviert, ist es natürlich sehr viel
leichter, ans Netz zu kommen und Volleys zu schlagen.
Q:
Kümmert es Sie, dass wenn die Leute über potentielle Sieger reden, Sie
nicht erwähnt werden? Aber jeder, der Sie heute gesehen hat, ändert
vielleicht seine Meinung.
A:
Ja, nun ja, ich kümmere mich nicht wirklich darum. Es ist gut, wenn
die Aufmerksamkeit nicht auf mir liegt, die Erwartungen bei anderen
Spielern liegen. Das ist mir nur recht. Ich tue es einfach auf meine
Art. Ich weiß, dass ich auf dem Belag gut spielen kann, ich freue mich
einfach auf das nächste Match.
Q:
Fühlten Sie sich heute wohl auf Court 2? Kein Problem damit? Er ist
bekannt als “Friedhof der Champions”.
A:
Oh, naja, ich hatte eigentlich einige gute Matches auf dem Court. Auch
letztes Jahr. Also, für mich ist er OK. Ist ein guter Court.
Q:
Könnte die Geburt eines Champions sein.
A:
Wir werden sehen (lacht).
Q:
Bei all der Aufmerksamkeit, die sie bei den French Open bekommen, wie
ist das zum Vergleich, wenn sie hierher kommen?
A:
Oh, das ist ziemlich ruhig, wenn ich hierher komme. Das ist ganz
anders. Das ist wohl etwa so, wie wenn Tim bei den French Open ist und
dann hierher kommt, das ist sicher auch ganz anders für ihn. Nach den
French Open ist viel von dem Druck weg und die Aufmerksamkeit liegt
dann bei anderen Spielern, bei den Männern wohl v.a. bei Tim Henman.
Also, ich finde das gut so.
Q:
Mögen Sie das lieber…
A:
Hier zu sein, ganz ruhig?
Q:
Ja.
A:
Bis jetzt war ich hier immer erfolgreicher als bei den FO, also ist es
offensichtlich, dass ich mir hier viel wohler fühle. Auch da ich
direkt nach den FO hierher komme. Das ist ganz anders als die US Open
oder die Australien Open. Die letzten Jahre komme ich ja nach der
Enttäuschung von Paris hierher. Das ist hier also ein ganz anderes
Gefühl.
Q:
Sie sind eine so gute Spielerin. Glauben Sie, dass Sie eines Tages ein
Grand-Slam-Champion sein werden?
A:
Das hoffe ich. Deshalb arbeite ich weiter, spiele ich weiter. Und ich
glaube, dass ich es schaffen kann. Natürlich glaube ich das, sonst
wüsste ich nicht, ob ich noch spielen würde (lächelt).
Q:
Haben Sie sich das Draw angeschaut und wer ihre potentiellen
Gegnerinnen sein könnten?
A:
Nein. Ich kenne nur die nächste Runde. Ich weiß, dass Perry gewonnen
hat. Das ist alles, was ich weiß.
Q:
Wissen Sie etwas von ihr?
A:
Ich habe bis jetzt nur im Doppel gegen sie gespielt, nie im Einzel.
Ich habe heute etwas von ihrem zweiten Satz gegen Tanasugarn gesehen.
Sie scheint auch oft ans Netz zu gehen und ziemlich gut aufzuschlagen.
Wir werden sehen.
Q:
Schauen Sie auf das Draw und denken “ Vielleicht treffe ich auf die
oder die in einer späteren Runde”, oder schauen Sie immer nur auf das
nächste Match?
A:
Eigentlich schaue immer nur auf das nächste Match, das kommt drauf an.
Aber dieses Jahr habe ich mir das Draw gar nicht angeschaut.
Q:
Bis zum Finale?
A:
(Lächelt)
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